Wo ist der denn? Der rote Faden,
der sich in meinem Leben findet.
Versteckt sich auf verworrnen Pfaden,
getarnt von dichten Nebelschwaden,
und sich durch dickes Unkraut windet.
Im Nebel sind alle Fäden grau.
Mein Leben steckt in einem Stau!
Und doch, ich weiss: er ist nicht weit.
Liegt quasi zu meinen Füssen.
Ich frage mich: Bin ich bereit,
und habe ich die Dreistigkeit
dies’ Garn finden zu müssen?
Meine Erfahrung steht mir im Wege
und ist nicht mein bester Kollege!
Doch dann, ganz schwach, kaum zu verstehn,
spür ich in mir ein Sehnen.
Gedanken kreisen und sie drehn
um Hoffnung und um Weitergehn,
will mich dagegen nicht auflehnen.
Will meine Augen offenhalten
und meine Suche beibehalten.
Denn irgendwann, zu seiner Zeit,
wird mir der rote Faden klar.
Wie weggefegt, der innre Streit.
Vergessen, was da einmal war.
Begeistert von dem neuen Wissen
Werd’ ich die Freudefahne hissen!
Stefan Wanzenried / 21.01.2025

