Es weihnachtet sehr…

Es weihnachtet sehr….
und doch ist nicht mehr
von Weihnachten zu spüren.
Es weihnachtet sehr….
die Herzen sind leer.
Gedanken Einsamkeit schüren.

Still ist die Nacht…
doch in Anbetracht
der Realität eher gelogen.
Still ist die Nacht…
Taschen voll Fracht
mit Geschenken aus Katalogen.

Der Himmel ist hoch…
die Türen sind weit
vom Einkaufscenter.
Der Himmel ist hoch…
die Gesteller sind breit
die Geschenke immer intelligenter.

Der Schnee leise rieselt…
man hört ihn nicht mehr.
Zu laut ist das Weihnachtgetriebe.
Der Schnee leise rieselt…
ich hab’s im Gespür,
dass mehr als Stress übrigbliebe.

Was soll das bedeuten…
so fragt man mit Recht.
Solch Weihnachten muss ich nicht haben.
Was soll das bedeuten…
bin ich denn Knecht
vom lästigen Hin- und Hertraben?

Es weihnachtet sehr…
und Jesus will mehr
dir Ruhe und Einkehr schenken.
Es weihnachtet sehr…
Oh komme doch, Herr.
An dich will ich in dieser Zeit denken.

Stefan Wanzenried / 31.10.2004

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