Liebe wie Zement

Wenn meine Hoffnungen zerstäuben,
wenn unter mir nur Treibsand ist,
wenn harte Fakten mich betäuben
und Zweifel meine Freude frisst,
dann such‘ ich Hilfe, sichern Halt!
Und hoffe sehnlichst, Du wirkst bald!

Wenn meine Lieben mich verlassen,
wenn meine Welt zusammenbricht,
wenn Wunschbilder ganz schnell verblassen
und Angst gar meinen Mut besticht,
dann sehne ich mich nach Bestand,
nach deiner ausgestreckten Hand!

Wenn meine Wahrheit lügen lehrt,
wenn Rat mehr als nur teuer ist,
wenn Schlechtes mir den Weg versperrt,
mich auflauert mit Hinterlist,
dann wünsch ich Dich ganz nah‘ bei mir!
Ein sichrer Wert im Jetzt und Hier!

Worauf auch immer ich vertraue,
solang‘ du nicht im Zentrum stehst,
worauf ich meine Träume baue,
sofern du nicht als Traumwind wehst,
dann bröckelt Stein, mein Untergrund,
ich fühl‘ mich krank und ungesund
und merke: „Es muss anders werden.
Es gibt doch mehr als Frust auf Erden!“

Worauf ich stehe: ungewiss!
Und meine Basis: im Zerriss!
Nur Schutt und Sand, worauf ich stehe!
Und darum Wankelmut, soweit ich sehe!
Nur etwas stärkt mein Fundament!
Des Vaters Liebe, wie Zement!

Eine Liebe, die seinesgleichen nicht findet
Eine Liebe, die meinesgleichen verbindet
Eine Liebe, die Sinn und Hoffnung mir gibt.
Eine Liebe, die vielmehr als nur liebt.

Stefan Wanzenried / 06.10.2012

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