Ich seh‘ etwas…

Ich seh‘ etwas, was du nicht siehst.
Ich sehe deine Gaben!
Und jeder, der dein Leben liest
und sieht, wie du des Weges ziehst,
der merkt: Sie sind begraben!

Du siehst etwas, was du nicht hast.
Du siehst das Glück des Andern.
Du bleibst ganz ruhig, du bleibst gefasst.
Doch spürst du, dass dir das nicht passt
und die Gedanken wandern.

Er denkt etwas, was er nicht will.
Es nimmt ihm Lebensmut.
Er sagt’s nicht laut, er denkt nur still.
Ihm wird vertraut im grossen Stil.
Er bleibt stets auf der Hut.

So sind wir alle nicht gefeit
vor Täuschung, Schummeln, Lügen.
Doch ER liebt uns, hat uns befreit.
Sein Wesen ist Vollkommenheit.
Traut uns! Das muss genügen!

Gott ist ganz anders, als du weisst.
Er wünscht dir nur das Beste.
Er kennt dein Herz und deinen Geist
und wenn dich Scham schamlos umkreist,
dann lädt er dich zum Feste.

Zum Fest SEINER Geborgenheit!
Zur Party deines Lebens!
Er feiert deine Bedeutsamkeit
Für Bedenken hat ER keine Zeit.
Kritik suchst du vergebens!

Ich wünsch’ dir Gott, den du nicht siehst.
Ich sehe SEINE Gaben!
Und jeder der dein Leben liest
Und sieht, wie du des Weges ziehst,
der möcht’ daran teilhaben!

Stefan Wanzenried / 21.03.2018

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