Ich seh‘ etwas…

Ich seh‘ etwas, was du nicht siehst.
Ich sehe deine Gaben!
Und jeder, der dein Leben liest
und sieht, wie du des Weges ziehst,
der merkt: Sie sind begraben!

Du siehst etwas, was du nicht hast.
Du siehst das Glück des Andern.
Du bleibst ganz ruhig, du bleibst gefasst.
Doch spürst du, dass dir das nicht passt
und die Gedanken wandern.

Er denkt etwas, was er nicht will.
Es nimmt ihm Lebensmut.
Er sagt’s nicht laut, er denkt nur still.
Ihm wird vertraut im grossen Stil.
Er bleibt stets auf der Hut.

So sind wir alle nicht gefeit
vor Täuschung, Schummeln, Lügen.
Doch ER liebt uns, hat uns befreit.
Sein Wesen ist Vollkommenheit.
Traut uns! Das muss genügen!

Gott ist ganz anders, als du weisst.
Er wünscht dir nur das Beste.
Er kennt dein Herz und deinen Geist
und wenn dich Scham schamlos umkreist,
dann lädt er dich zum Feste.

Zum Fest SEINER Geborgenheit!
Zur Party deines Lebens!
Er feiert deine Bedeutsamkeit
Für Bedenken hat ER keine Zeit.
Kritik suchst du vergebens!

Ich wünsch’ dir Gott, den du nicht siehst.
Ich sehe SEINE Gaben!
Und jeder der dein Leben liest
Und sieht, wie du des Weges ziehst,
der möcht’ daran teilhaben!

Stefan Wanzenried / 21.03.2018

3 Gedanken zu „Ich seh‘ etwas…

  1. Liebe Frauke

    Das fühlt sich an wie ein Ritterschlag von dir hier zu lesen. Es freut mich sehr, dass du dich hierher verirrt hast. 🙂 Schön, wenn dir meine Gedichte gefallen.
    Ich dichte seit der Kindheit…, allerdings erst seit ca. 2007 auch so, dass ich das Gefühlt habe, dass meine Gedichte Gedanken und Herzen bewegen. Das macht natürlich Spass ist aber auch Knochenarbeit wie ich hier beschrieben habe (einmal nicht als Gedicht):
    https://internetgedichte.ch/dein-leben-ist-ein-gedicht/
    Zum „Dichter“ bin ich geworden, weil ich immer dran geblieben bin und besser werden wollte. Irgendwann wollte ich auch keine unstimmigen Gedichte schreiben, sondern dran bleiben, bis es für mich wirklich stimmt. So kann es sein, dass ich Jahre für ein Gedicht habe, weil es manchmal dauert bis DIIIEEE einzige richtige Möglichkeit für einen Reim kommt. Es soll sich ja nicht NUR reimen, sondern auch etwas aussagen.

    Bin ja gespannt, ob dich noch andere Gedichte ansprechen. Für die vetonten / gesprochenen Gedichte konnte ich die deutsche Synchronstimme von Robert de Niro (Horst Karrenbrock) gewinnen. Auch das war für mich ein Geschenk. Wie so vieles in meinem Leben.

    Übrigens die Schule des Schreibens ist auch so ein Meilenstein für mich.

    Liebe Grüsse
    Stefan

  2. Lieber Stefan,

    eben noch war ich auf der Seite der Kinder- und Jugendliteratur bei der Schule des Schreibens und jetzt bin ich hier.
    Und ich bin echt froh, dass du den Link dort angegeben hast, um auf deine lyrische Seite zu verweisen.
    Bin total begeistert!

    Ich selbst habe da leider überhaupt kein Talent. Es ist ein bisschen wie beim Tanzen. Der Rhythmus liegt mir einfach nicht im Blut (lach).

    Seit wann dichtest du?
    Und wie bist du Dichter geworden?

    Alles Liebe
    Frauke

    1. Liebe Frauke
      nun habe ich gerade deine prämierte Schreibdebut-Geschichte gelesen. 1A geschrieben. Wenn man so schreibren kann, muss man nicht auch noch dichten können. 😉
      Lieber Gruss
      Stefan

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