Ein Haschen nach Wind

Alles, was vergangen ist, kehrt wieder,
alles, was noch kommen wird, war da!
Tyrannen, Schwerter, Jubellieder,
vielleicht noch fern, vielleicht ganz nah.
Drum unsere Bemühungen,
Geschwister, alle sind,
nicht mehr und nicht weniger,
denn Haschen nach Wind!

Alles, was uns weise scheint, fällt um,
alles, was uns nötig dünkt, ist’s nicht.
Leute, sind wir heute denn so dumm,
uns zu beugen vor dem Bösewicht?
Denn unsere Bemühungen,
Geschwister, alle sind,
nicht mehr und nicht weniger,
denn Haschen nach Wind!

Der Feind treibt uns zu gern in solche Ecken,
er versucht’s auf teuflisch-künstlerische Art,
belastet uns mit prallgefüllten Säcken,
voll mit Zweifeln, Sünde und derart,
drückt uns nieder an den schwächsten Stellen,
drängt uns so in seine dunklen Zellen.
Und wir suchen selbst Befreiung von den Ketten,
suchen etwas Eignes uns zu retten.
Doch je länger wir selber reissen an den Ringen
verschwenden wir Kraft und es wird uns nicht gelingen!

Denken wir, zu Zweit geht’s besser
Widerstand zu leisten gegen ihn,
liefern wir uns selber unters Messer,
denken wir es ginge ohne IHN!
Unser Meister, Jesus Christus,
steht uns bei in jeder Not,
wenn ER haelt unsres Lebens Ruder
seh’n wir nicht den ew’gen Tod!

Und wir merken uns:

Nicht allein durch unsere Wahrheit
werden wir zum Ziel gebracht,
Nichtigkeit umschattet unsere Freiheit,
unser Verstand wird uns zur Nacht.
GOTT in der Mitte unseres Lebens,
kein Schritt, kein Wort mit IHM vergebens.
Denn unsere Bemühungen,
Geschwister, alle sind,
nicht mehr, noch weniger,
denn Haschen nach Wind!

Nur GOTT allein
wird Sieger sein!

Stefan Wanzenried / 1989

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