Wie eine dürre Rose

Wie eine dürre und welke, zertrampelte Rose,
verachtet, verkannt und übersehn,
wie nach fehlgeleiteter Metamorphose
und nach Leid, das einfach so geschehn.
So liegt dein Herz nun in Stücken brach,
und du liegst nachts darum Stunden wach!

Du kannst nicht verstehn! Dein Zweifel: er nagt!
Wie konnt‘ das geschehn? Deine Seele, sie klagt!
Immense Wut brennt in deinem Innern!
Du zählst dich nicht zu den Lebens-Gewinnern!
„Was soll denn Glaube, Hoffnung und Mut!?
Wo ist denn der Gott, der Wunder tut?“

Du kannst nicht vergeben! Dein Gewissen: es plagt!
Du willst nicht vergeben! Dein Herz: es versagt!
Dem Andern geht’s gut! Nur du liegst im Dreck!
Du bist auf der Hut, in deinem Versteck,
wo du deinem Selbstmitleid öffnest die Tür!
Es breitet sich aus wie ein Krebsgeschwür!

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Wie eine dürre und welke, zertrampelte Rose,
verachtet, verkannt und übersehn,
blieb ER am Kreuz, in Verliererpose,
liess alles ungefragt geschehn.
Seine Gedanken, sie waren damals bei dir!
Auch litt ER Schmerzen fürs Jetzt und fürs Hier!

Es war dein Schmerz, den Er auf sich trug, *
es war deine Enttäuschung, die Ihm Wunden schlug,
durch Seine Wunden sind deine geheilt. **
Sein Herz hat er damals für Deines geteilt.
Und ob du schon wandertest im finstersten Tal:
Fass Mut und suche dein Original!

Dein Herz als Ganzes, nicht zerbrochen und matt,
nicht fremdgesteuert, nicht lebenssatt,
soll der Ort sein, wo Du Dein Leben findest
und volle Fülle und Frieden empfindest.
ER, Jesus Christus, will Dir das geben,
im Jetzt und Hier, im Tod und im Leben!

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Mein Herz, mein Leben, für immer Dein,
in Händen halte ich den weissen Stein, ***
den du dem verheissen, der überwindet,
und Stolz und Ehre für Dich empfindet!
Drum lass mein Herz ganz bei Dir ruh’n
und immer Deinen Willen tun!

Stefan Wanzenried / 24.06.2012

Jesaja 53,4 (Bibel) *
Jesaja 53,5 (Bibel) **
Offenbarung 2,17 (Bibel) ***

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